Richtlinien für die Fertigung im PolyJet/Polygraphie-Verfahren

Anwendungsbereiche

Die Fertigung von Modellen im PolyJet-Verfahren ist sehr gut für die Prototypenphase geeignet, da verschiedene Materialeigenschaften in sehr hoher Detailgenauigkeit wiedergegeben werden können. Das Verfahren ist aber nicht für langlebige Funktionsteile geeignet, da die Materialien auch nach der Fertigung weiter auf UV-Licht reagieren und anfangen zu verspröden.

Geschwindigkeit

Eine Fertigung im Polyjet-Verfahren kann besonders bei kleinen oder flachen Modellen sehr schnell durchgeführt werden. Wenn man Vormittag eine Fertigung startet, kann das Modell oft schon am Nachmittag in den Versand gelangen. Daher können Sie uns gern anfragen, ob womöglich eine kurzfristige Fertigung möglich ist.

Größe der Modelle

Die maximale Größe von Modellen, welche wir im PolyJet- / Polygraphiverfahren fertigen können, beträgt ca. 245 x 245 x 195 mm. Wir würden das Verfahren aber eher für kleine, detailreiche Modelle empfehlen.

Schichtstärke

Im Polyjet-Verfahren werden Modelle in den Schichtstärken von 16 µm oder 33 µm (bei gemischten Materialien) gefertigt.

Toleranzen

Die verfahrenstechnischen Toleranzen betragen ±0,1 %, bei einer Mindesttoleranz von ±0,2 mm.

Mindestwandstärken

Die dünnste Wandstärke, welche gefertigt werden kann, beträgt 0,6 mm für feste Materialien und 1,2 mm für gummiartige. Die gefertigten Wände besitzen aber bei dieser Wandstärke eine hohe Bruchgefahr, besonders bei harten und damit spröden Materialien wie die der Vero-Reihe.

Mindestabstand

Bei der Fertigung von beweglichen Bauteilen, welche aus mehreren Einzelkörpern bestehen, sollte ein Mindestabstand von mind. 0,4 mm zwischen den Einzelkörpern vorhanden sein. Um eine Beweglichkeit sicherzustellen, sollte der Abstand größtmöglich gewählt werden.

Kombinierte Materialien

Im PolyJet-Verfahren können verschiedenen Materialien in einem Druckprozeß kombiniert gefertigt werden. Dazu ist es notwendig die Modelle getrennt nach Material aufzuteilen.
Bitte achten Sie auf einen gemeinsamen Koordinatenursprung der Einzelteile.

Erhabene und Eingelassene Details

Erhabene Beschriftungen oder Details auf der Oberfläche sollten mindesten eine Wandstärke von 0,5 mm besitzen.
Für in die Oberfläche eingelassenen Text oder Details empfehlen wir eine Mindeststrichstärke von 0,6mm bei einer Tiefe von mindestens 0,6 mm.
Schrift sollte mindestens eine Höhe von 4 mm besitzen um lesbar zu bleiben.
Für Beschriftungen werden Schriftarten ohne Serifen empfohlen.

Auflösung von Druckdaten

Das derzeitig für den 3D-Druck verwendete Datenformat ist das STL-Format. Dieses beschreibt mithilfe von Dreiecken die Oberflächen des Modelles. Der Detailgrad des Modelles bestimmt sich durch die Anzahl der verwendeten. Besonders bei Rundungen im Modell ist eine recht hohe Anzahl von Dreiecken notwendig.
Ein Richtwert für die Fertigung im Selektiven Lasersintern aus Kunststoff ist eine Abweichungstoleranz von 0,01 mm bei einer Winkeltoleranz von .

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